Gesundheit
Zwergpinscher Gesundheit
Reinrassige Zwergpinscher sind noch sehr robuste, gesunde Hunde. Sämtliche Erbkrankheiten an denen einige Zwergrassen häufig leiden (PatellaLuxation, Herzerkrankungen, Augenerkrankungen) treten beim echten Zwergpinscher nur äußerst selten auf und sind keine rassetypischen Krankheiten. Ebenso ist es mit Allergien, die bei Zwergpinschern, die aus einer guten Zucht stammen nicht auftreten. Gesund ernährte und mit genügend Auslauf gehaltene Zwergrehpinscher erfreuen sich an einem langen Leben.
Bei der PatellaLuxation ist es bislang noch nicht erwiesen, ob diese Erkrankung erblich bedingt ist und wie sie sich weitervererben könnte. Bislang wird nur an vier verschiedenen Graden (**siehe unten) unterschieden, nicht aber nach den Ursachen. Einige Tierärzte führen das Problem auf eine falsche Ernährung, ein schwaches Bindegewebe, Unfälle oder mangelnden Auslauf im Welpenalter zurück.
Die Untersuchungen, die wir machen lassen sind KEINE Pflicht, allerdings möchten wir ganz klar nur mit gesunden Vertretern der Rasse züchten und uns für den gesunden Erhalt der Rasse einsetzen. Wir lassen unsere Zwergpinscher (und auch Dalmi Pepper) einmal im Jahr von unserem Tierarzt komplett durchchecken. Das tun wir nicht nur für die Gesundheit unserer Hunde, sondern auch für uns. Wir möchten das uns alle Drei lange als unsere Familienmitglieder begleiten können.
Nooky und auch Böhnchen sind frei von allen Erkrankungen. Also alles schön, unsere Hunde erfreuen sich bester Gesundheit
Böhnchen - PL 0/0 - PRA frei - keine Herzerkrankung - Blutbild ohne Befund
Nooky - PL 0/0 - PRA frei - keine Herzerkrankung - Blutbild ohne Befund
Wenn Sie sich für einen Zwergpinscher Züchter entschieden haben, fragen Sie nach, ob dieser seine Hunde regelmäßig (nicht nur zum Impfen) dem Tierarzt vorstellt und untersuchen lässt. Die Untersuchungen können von jedem guten Tierarzt durchgeführt werden und sind mit insgesamt mit gut investierten fünfzig Euro pro Hund/pro Jahr überschaubar.
DNA Datenbank der tierärztlichen Hochschule Hannover ( TiHo)
Am Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover wird eine DNA-Bank für Pinscher und Schnauzer mit dem Ziel aufgebaut, genetisch bedingte Krankheiten mit molekular-genetischen Methoden zu untersuchen. Diese Datenbank könnte das Aus für viele Erbkrankheiten bedeuten. So konnte man bereits bei anderen Hunderassen, wie dem Dalmatiner das Taubheitsgen identifizieren. Da Blut von gesunden und auch erkrankten Tieren benötigt wird um diese Forschungen durchführen zu können, haben wir uns entschieden die Forschungen der TiHo zu unterstützen und unsere Zwergpinscher alle in der DNA Datenbank erfassen zu lassen.
Sollten Ergebnisse dieser Forschung bekannt werden, hat jeder Züchter/Halter die Möglichkeit “seine” Blutprobenergebnisse zu erfahren. Für Fremde sind diese Daten nicht zugänglich und innerhalb der öffentlichen Forschungsergebnisse werden diese anonymisiert behandelt. Weitere Vorteile der Datenbank sind, wenn ein Hund einmal in der Datenbank erfasst ist, braucht er in Zukunft keine Blutentnahmen mehr, die das Genmaterial betreffen. Wann immer eine Blutuntersuchung erforderlich wäre, könnte man mit der TiHo Kontakt aufnehmen und Untersuchungsergebnisse auf spezielle Erkrankungen anfordern. Wird im Rahmen der Forschung ein krankmachendes „Gen“ gefunden, können alle gelisteten Besitzer an der TiHo nachfragen, ob ihr Hund xy von dieser Erbkrankheit befallen ist – ein sehr wichtiger Fortschritt für die Zucht !
Sollten auch Sie sich entscheiden Ihre Zwergpinscher in der DNA Datenbank aufnehmen zu lassen, dann finden Sie alle weiteren Informationen, die Formulare und Merkblätter zum Download für Tierärzte hier.
Einteilung der vier verschiedenen Grade der Patella Luxation
- Grad 0 - Patella nicht luxiert, nicht luxierbar
- Grad 1 - Die Kniescheibe kann in Beuge- und/oder Streckstellung durch manuellen Druck verlagert werden. Ein Einstellen des Druckes führt zur spontanen Reposition.
- Grad 2 - Die Kniescheibe kann durch manuellen Druck oder durch Beugung und/oder Streckung des Kniegelenks durch den Untersucher oder des Tieres selbst luxiert werden. Die Kniescheibe bleibt luxiert und erst durch Druck oder aktives Beugen und Strecken durch den Untersucher oder des Tieres selbst erfolgt eine Reposition der Patella.
- Grad 3 - Die Kniescheibe ist ständig verlagert. Sie kann durch Druck in ihre normale Stellung gebracht werden. Ein Einstellen des Druckes bewirkt ein erneutes Luxieren der Patella.
- Grad 4 - Die Kniescheibe ist ständig verlagert. Eine Reposition ist nicht möglich.